Rabenfeder

Bücher, Seifen und das wahre Leben

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13

Jul

Genug

Posted by Rabenfeder  Published in Leben und leben lassen, Plots, Protas und andere Krankheiten, Textfetzen

Ich werde das Stöckchen erst einmal nicht weiterführen. Ich bin zu unbeständig und bekomme nicht mal das regelmäßige Posten auf die Reihe, außerdem ist es einfach nicht sooo relevant.

Dafür bekommt ihr jetzt ein Tidbit Heather Clarke. Meine Prota aus “Durch das Göttertor”.

Der Geruch nach feuchter Erde und jungem Gras mischte sich mit dem Duft frischer Blumen und dem schweren Parfüm der anwesenden Damen. Wolkenfetzen, die vor einem grauen Himmel dahinjagten, ließen die Gräber immer wieder aufglühen, als wären sie in Brand geraten, nur um gleich darauf wieder zu erlöschen. Irgendwo jenseits des Zaunes lachten Kinder. All das atmete Bewegung, ja Lebendigkeit aus, die für eine Beerdigung nicht unpassender hätte sein können. Aber das war in Ordnung. Heather kam sich selbst auch unpassend vor.
Sie beobachtete, wie ein Trauergast nach dem anderen an Adrians Grab trat, um einige Blumen und eine Schaufel voll Erde hinein zu werfen. Die meisten Gesichter waren ihr unbekannt und Heather wurde wieder einmal bewusst, wie wenig sie von Adrians Bekanntenkreis wusste.
„Mein Beileid.“ Heather drückte die dargebotene Hand mechanisch und nickte. Der Mann, der zu der Hand gehörte, sah ein wenig verwundert aus, als habe er eine andere Reaktion erwartet, doch glücklicherweise machte er gleich dem nächsten Gast und der nächsten Hand Platz, ohne Fragen zu stellen. Heather merkte sich sein Gesicht nicht. Und auch keines der folgenden.
„Herzliches Beileid.“
„Ein schrecklicher Verlust.“
„Ich fühle mit Ihnen.“
Heather fragte sich, ob das die Wahrheit war. Keiner von diesen Gästen war mit Adrian verheiratet gewesen, hatte mit ihm zusammengelebt, viele Jahre seines Lebens geteilt. Wie konnte irgendjemand glauben, dass er mit ihr fühlen konnte?
Einen Moment lang war sie versucht, genau das auszusprechen, doch dann musste sie feststellen, dass sie nicht mehr wusste, wer diese Worte zu ihr gesagt hatte. Ein paar der Trauergäste, die schon an ihr vorbeigezogen waren, standen nun herum und sahen Heather unsicher an.
Sie konnte sie gut verstehen. Vermutlich wurde etwas Anderes von ihr erwartet, als wie versteinert da zu stehen, das Grab anzustarren und die Hände um den Veilchenstrauß zu krampfen. Angemessen wäre es, jetzt auch nach vorne zu treten und ihren Abschied von Adrian zu nehmen. Außerdem musste sie das hier doch hinter sich bringen, damit sie alle endlich zum Leichenschmaus fahren konnten. Doch Heather fühlte sich nicht in der Lage, auch nur einen Finger zu rühren. Es war, als seien ihre Füße mit der Erde verwachsen, seit sie sich hierher gestellt hatte, um die Grabrede anzuhören.
„Auch mein herzliches Beileid, Mrs. Clarke.“ Dieses Mal kannte sie das Gesicht. Natürlich. Pastor Skene hatte Adrian und sie vor fast genau zehn Jahren getraut und seitdem hatten sie ihm jedem Sonntag in der Kirche zugehört. Ihm musste sie antworten.
„Vielen Dank.“ Es kam ihr so vor, als würde sie die Worte auswürgen. „Danke auch für die schöne Predigt.“ Im Grunde genommen wusste sie jetzt schon nicht mehr, was er gesagt hatte.
„Wenn ich irgend etwas für Sie tun kann, Mrs. Clarke. Auch in den nächsten Tagen … Sie wissen, ich bin für Sie da.“ Er hielt ihre Hand immer noch in seiner. Eine angenehme Wärme ging von ihm aus. Wahrscheinlich wollte er ihr wirklich helfen, aber Heather fühlte sich zu betäubt, um jetzt schon auf sein freundliches Angebot einzugehen. Jetzt, wo die Beerdigung vorbei war, blieb nur noch eine seltsame Lähmung zurück, die sogar von Heathers Gedanken Besitz ergriffen hatte.
Seltsam eigentlich, in der Zeit direkt nach Adrians Tod, als sie dieses Begräbnis vorbereitet hatte, war sie so aktiv gewesen. So viel gab es zu erledigen, zu bedenken, zu regeln, dass sie überhaupt nicht dazu gekommen war, über ihren Verlust nachzudenken. Sie hatte ein paar Tränen vergossen, als sie an Adrians Bett gesessen und seine Hand gehalten hatte, aber dann hatte sie all ihre Entschlusskraft zusammen genommen und damit begonnen, sich um alles zu kümmern.
Jetzt war das vorbei und Adrian immer noch tot.
Heather starrte das Grab an und versuchte, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Am Rande ihres Bewusstseins nahm sie wahr, wie der Pastor sich leise entfernte, doch Heather blickte nicht auf. In ihrem Kopf drehten sich immer wieder die gleichen Gedanken umeinander. Adrian. Tot. Adrian würde nicht wieder kommen. Heather war jetzt eine Witwe.
Die Witwe Clarke. Heather testete den Klang dieser Wörter, indem sie sie lautlos mit den Lippen formte. Es war ein eigentümliches Gefühl, beinahe wie nach ihrer Hochzeit, als sie auf einmal Adrians Namen getragen hatte.

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27

Apr

Warum die Titanic unterging

Posted by Rabenfeder  Published in Leben und leben lassen, Plots, Protas und andere Krankheiten, Textfetzen

Ja, mir ist bewusst, dass da ein Eisberg im Weg war. Und dass das Schiff zu schnell und das Ruder zu klein für schnelle Ausweichmanöver war. Und dass Eiswarnungen nicht vom Funkraum an die Brücke weitergegeben wurden. Und dass Kapitän Smith schon im Bett war …

All das hilft mir bei meinem aktuellen Problem nicht wirklich weiter. Diese Fakten sind alle schön und wahr und sagen mir ganz objektiv, warum das Schiff untergegangen ist. Allerdings arbeite ich - wenn ich einen Roman schreibe - nicht (nur) mit diesen objektiven Gründen. Wenn ich einen Historical-Fantasy Roman über die Titanic schreibe, dann muss ich nicht nur begründen, warum die Titanic unterging - nämlich wegen des Eisbergs - sondern auch, warum der Eisberg gerade da war. Sprich: Es muss einen innerhalb der Geschichte wichtigen und wenn möglich auch durch die Handlung hervorgerufenen Grund für das Sinken geben. Oder den Eisberg. Oder die Geschwindigkeit. Oder die Ignoranz der Crew. Ist es … ich wage es kaum zu sagen … Schicksal?
Mal ehrlich: wir wissen alle, dass das Schiff sinken wird, wenn ich über die Titanic schreibe. Also muss da noch etwas Anderes hinein spielen, etwas Frisches und Überraschendes, etwas Phantastisches. Deswegen drehe und wende ich den Plot in meinem Kopf hin und her und suche nach Ansatzpunkten für ein Ereignis, das in der Handlung fest verankert ist. Ein seltsames, für mich ungewöhnliches, Problem. Momentan glaube ich, dass die Titanic untergeht … weil Loki es möchte. Aber mehr wird nicht verraten. Kauft das Buch, wenn es denn mal veröffentlicht werden sollte!

…

Na gut. Einen kleinen Textfetzen. Als Appetithäppchen. Aber macht euch keine Hoffnungen, die Titanic kommt gar nicht vor. Und überarbeitet ist der Kram auch nicht. Also nicht zu sehr darauf rumhacken.
Hm … ich sollte vielleicht noch sagen, dass erwähnter Reynir ein Wikinger ist, allerdings ein moderner. Er lebt in einer Parallelwelt, die von den Wikingern entdeckt und bevölkert wurde. Finna und Jódis sind seine Nichten, Bjann sein bester Freund und guter Kollege.

Seine Mutter starrte weiterhin auf ihren Teller, schob das letzte Fleischstück hin und her und tat, als habe sie ihn nicht gehört, aber Finnas Kopf flog in die Höhe und die blauen Augen, die denen seiner Mutter so schrecklich ähnlich waren, richteten sich genau auf Reynir.
“Was sucht ihr denn dieses Mal, Onkel Rey?”, wollte das Mädchen wissen. Seine Wangen hatten sich gerötet, ob das an der Wärme im Zimmer lag oder an der Aufregung darüber, dass er wieder einmal Abenteuer zum Besten gab, wusste Reynir nicht. Bjann blickte nun auch auf und starrte ihm ins Gesicht. In seinem Blick wiederum lag etwas Warnendes. Reynir biss sich auf die Unterlippe. Sein Freund hatte ja recht, sie sollten nicht über ihre Unternehmungen sprechen und schon gar nicht vor Kindern oder alten Frauen oder sonst jemandem, der es in ganz Neu-Vik verbreiten würde.
Doch egal - dann machte er eben das Beste aus der Situation: er würde die Wahrheit sagen. Er beugte sich über die Tischplatte, lächelte verschwörerisch und zwinkerte Finna zu. “Wir werden die Götter suchen”, raunte er in seiner besten Erzählstimme. Finna machte zuerst große, runde Augen und Jódis’ Mund klappte auf. Doch dann fing Finna an zu kichern.
“Du spinnst”, meinte sie. “Ehrlich, was sucht ihr?”
Erleichtert ließ Reynir sich wieder zurücksinken und grinste. “Das war ehrlich”, sagte er in einem Tonfall, der jedem Zuhörer klar machen musste, dass er schwindelte. “Wir werden die Götter finden, und dann sperrren wir sie in einen großen Käfig und schleppen sie zurück nach Neu-Vik. Dort stellen wir dann die Käfige in einem Zoo aus, und ihr könnt hingehen und euch Odin ansehen, wenn ihr möchtet.” Und das, dachte er, ist so ziemlich das, was wir tun werden. Außer der Sache mit dem Zoo vielleicht. In Wirklichkeit werden wir sie irgendwo geheim einsperren. Und dann werden wir ja sehen.

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6

Apr

Kaiser, König und Baron

Posted by Rabenfeder  Published in Plots, Protas und andere Krankheiten, Textfetzen

So, weil ich keine Lust mehr habe, dass ich nur für mich im stillen Kämmerlein schreibe, habe ich eine Leseproben-Kategorie eingerichtet. Vielleicht haben ja so ein paar Leute Freude an meinen Texten.

Die erste Probe, die ich euch vorstellen möchte, stammt aus meinem Lieblingskapitel von “Kaiser, König und Baron”. Hierbei handelt es sich um einen Urban-Fantasy-Krimi, in dem deutsche Sagengestalten wieder auftauchen, also wundert euch nicht, dass ihr hier Münchhausen, Eulenspiegel und solche Charaktere wie Fuchs und Wolf wiederfindet. Letztere haben inzwischen menschliche Gestalt angenommen, um sich in unserer Welt zu tarnen.
Bei der Szene handelt es sich um die “große Besprechung”, etwa in der Mitte des Romans. Alle Leute, die jemals an den mysteriösen Morden (die gibt es natürlich - ist ja ein Krimi) herumgeforscht haben, treffen zusammen, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen. Inke und Serena sind dabei die einzigen “richtigen” Menschen, sie sind zwei Schwestern, die unvermittelt in die ganze Ermittlung herein gestolpert sind.

Cast of Characters:
Simon - Der Wolf (Isegrimm) - freischaffender Söldner
Reinhard/Rein - Der Fuchs (Reinecke) - freischaffender Söldner
Jules - Der Hase - Polizist
Francis - Der Igel - Polizist
Baron Münchhausen - Ermittler im Auftrag Oberons
Till Eulenspiegel - Ermittler im Auftrag Oberons
Der Erlkönig - ein Bösewicht
Inke - eine arbeitslose Archäologin
Serena - ihre 14jährige Schwester
Dingo - Inkes Hund

Und nun: Bühne frei

Der Wolf knurrte, scheuchte Dingo fort und fischte mit den Fingern einen Brocken Hundefutter aus der Dose, den er sich dann in den Mund schob.
“Igitt”, kommentierte Serena leise und fing sich dafür einen bösen Blick ein.
Rein bemerkte Inkes irritierten Gesichtsausdruck und zuckte nur entschuldigend mit den Schultern. “Wir sind Raubtiere. Wir essen nun einmal Fleisch”, meinte er. “Aber was noch … ärgerlicher ist, dass Damien … der Schatzhauser ein alter Moralapostel ist. Er ist der Meinung, dass wir nicht vergessen sollten, wer wir sind, unsere wahre Natur nicht verraten, damit wir keine Dummheiten machen, oder so. Er hat immer so fixe Ideen, wie er allen helfen kann. Auf jeden Fall hat er uns …” Zu Inkes Überraschung lief Rein etwas rot an und wandte sich halb von ihr ab, bevor er hastig weitersprach. ” … er hat uns unsere … Ruten gelassen. Sie sind natürlich nicht sichtbar”, fügte er rasch hinzu, “aber sie sind immer noch da, und … na ja, das erschwert es etwas, sich hinzusetzen, so wie ihr Menschen das tut. Deswegen können wir auch nicht Autofahren. Also, nur in der Hocke, wenn jemand anderes die Pedale bedient.”
“Immerhin haben sie Schwänze”, kommentierte Till trocken und Serena begann, hysterisch zu kichern. Mit einem beeindruckenden Knurren wirbelte der Wolf herum, verspritzte dabei Hundefutter nach allen Seiten, und war mit zwei großen Sätzen bei Till Eulenspiegel, die Zähne entblößt, als wolle er nach ihm schnappen.
“Pass bloß auf, Freundchen, bevor dir noch etwas … Ernsthaftes zustößt”, stieß er hervor und versuchte, Till am Kragen zu packen. Der war jedoch schon wieder elegant außer Reichweite gehüpft.
“Braver Hund”, meinte er. Der Wolf stieß ein Brüllen aus, das mehr an einen Löwen erinnerte, und setzte ihm nach. Till flüchtete sich hinter Münchhausens Rücken, was ein wenig lächerlich aussah, denn er war viel größer als der Baron. “He, ich meinte den Hund, guck doch!”, rief er in Richtung Wolf und zeigte auf Dingo, der sich inzwischen daran gemacht hatte, das verkleckerte Hundefutter aufzulecken.
“Nur die Ruhe, wir wollen schließlich alle das Gleiche”, meinte Münchhausen und zog seine Duellpistole.
“Diese kleine Ratte umbringen? Lass sie mir!”, knurrte der Wolf und versuchte, an ihm vorbei zu kommen. Rein seufzte, packte ihn am Arm und zog ihn von Münchhausen und Till fort.
“Das ist es doch nicht wert, Simon”, murmelte er.
“War ja klar, dass du ihn in Schutz nimmst. Ist ja genau deine Art Humor.”
Der Erlkönig kicherte gemein.
In diesem Moment ging die Türklingel. “Nur die Ruhe, ja?”, beschwor Rein nocheinmal, ließ Simon loß, glättete sein rotes Samthemd mit den Händen und ging zur Tür hinüber. Inke nutzte die Zeit, um Till zu schnappen und neben ihrer Schwester auf der Matratze zu platzieren. Till grinste sie an und legte sofort den Arm um Serena. Inke ließ sich von seinem frechen Grinsen jedoch nicht provozieren. Sollten die beiden doch ihretwegen herumturteln, wenn es dabei nur keine Toten gab.
“Ah, wir haben euch schon erwartet, kommt doch rein!” Reins Stimme hatte einen süßlichen Klang angenommen, und als Inke aufblickte, sah sie den Hasen totenbleich im Türrahmen stehen. Seine Hände zuckten verdächtig. Halb hinter ihm verborgen stand der Igel und hatte die Hand an den Griff seiner Dienstwaffe gelegt.
“Ich bin immer noch nicht sicher, ob das eine gute Idee ist”, meinte er in Inkes Richtung. “Los schon, Jules.” Er legte seine freie Hand auf den Rücken des Hasen und schob ihn in die Wohnung. Dieser stolperte mehr, als dass er ging, warf ängstliche Blicke auf Rein, Simon und Dingo und huschte dann zu Münchhausen hinüber, der immer noch seine Pistole in der Hand hielt. Dort baute er sich so auf, dass er jederzeit die Tür im Blick hatte, und rümpfte die Nase. Der Igel stellte sich neben Inke und schickte einen halb trotzigen, halb drohenden Blick in die Runde. Er nahm die Hand nicht von der Waffe.
“Angsthase”, knurrte der Wolf belustigt und schnitt eine Grimasse in Richtung Münchhausen und Hase. Die Anwesenheit der beiden Polizisten schien seine Laune mächtig zu verbessern.
“Können wir mal zum Punkt kommen”, unterband Inke die aufkommenden Feindseligkeiten. “Wir sind doch alle auf der selben Seite. Wenn ich das richtig verstanden habe, waren wir alle auf der Jagd nach dem Mörder.”
“Den wir jetzt doch haben”, fügte Till mit unüberhörbarem Missfallen hinzu. Offensichtlich war er beleidigt, weil er an der Festnahme des Erlkönigs keinen Anteil gehabt hatte.
“Woher wissen wir, dass nicht diese Beiden hier den Erlkönig ausgesandt haben?”, wollte der Hase wissen und ließ seinen Blick immer wieder zwischen Fuchs und Wolf hin und her huschen, als rechne er jeden Moment mit einem Überraschungsangriff.
“Weil wir beide genauso wenig Lust haben, entdeckt zu werden wie ihr”, erwiderte der Fuchs höflich, “und dazu gehört, dass wir keinen Mörder ausschicken, über dessen Taten riesengroß ‘Magie’ steht.”
“Tut es gar nicht”, protestierte der Erlkönig, aber keiner hörte ihm zu.
“Außerdem brauchen wir niemanden, der für uns Leute umbringt, das können wir schon ganz gut alleine.” Der Wolf fletschte die Zähne. Der Hase sah aus, als fiele er im nächsten Moment in Ohnmacht.
“Genug jetzt!” Münchhausen sah nun doch ein bisschen wütend aus. “Wir arbeiten zusammen, und damit fertig. Niemand hier bringt einen der anderen um und keiner wird gefressen! Isegrimm, lass den Hasen in Ruhe! Francis, steck die Pistole endlich weg! Und außerdem gibt es noch Wichtigeres als die Morde. Etwas, das ihr alle hören solltet.”
“Er riecht so gut”, brummte der Wolf, verkrümelte sich aber dann in Richtung Vorratsschrank, wo er sich eine neue Hundefutterdose heraus nahm. “Hier Kumpel.” Er öffnete sie und kippte den Inhalt vor Dingo auf den Boden und warf dabei einen Blick zum Hasen. “Mit Kaninchen.”
“Was mich mal interessieren würde”, unterbrach ihn Serena, “ist, was hier überhaupt vorgeht. Ich meine, hier laufen eine Menge Märchengestalten herum, und manche kennen sich hier aus, und andere nicht, und das Glasmännlein führt eine psychiatrische Klinik. Ich komme da nicht mehr mit.” Inke überraschte es zwar, dass sich ihre Schwester auch nur für diese Frage von Till hatte loseisen können, nickte aber bestätigend.

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