Dieses Jahr ist das große Jahr. Das Jahr des T12.
Nein, das ist nicht die umte Fortsetzung von Arnie “ich komme wieder” Terminator, das ist das große Schreibduell des Tintenzirkels. Am Anfang des Jahres habe ich mich verpflichtet, 310.000 Wörter im Verlauf dieses Jahres zu schreiben. (Woraus die krumme Zahl resultiert, bitte hier nachlesen). 55.858 habe ich bereits geschrieben. Noch läuft alles ganz gut und mein Selbstwertgefühl freut sich enorm über die grünen Bereiche in meinem Wörterzähldokument.
Aber womit die leeren Seiten füllen?
Nun, zu Anfang des Jahres habe ich endlich meine Personal Novel fertig geschrieben und abgeschickt. Bleibt zu hoffen, dass sie in den nächsten Wochen mal auf der Internetseite auftaucht, und das Publikum dort draußen dann ordentlich kauft.
Dann habe ich am Merlineffekt weiter geschrieben - eine längere Leseprobe wird von Seiten eines Verlages gewünscht. Leider weigert sich mein Desktop-PC momentan standhaft, seinen Dienst wieder aufzunehmen, und dort befindet sich die aktuellste Version der Geschichte. Ich bin ein komischer Mensch - ich kann nicht weiterschreiben, wenn ich den genauen Anknüpfungspunkt in meiner Story nicht mehr kenne.
Also habe ich mich - nicht ohne gewisse Befriedigung - auf “Zurück nach Karthago” gestürzt. Eine Namensänderung später heißt die Protagonistin Iunia und nun ist wirklich ordentlich Romantik potentiell im Plot verborgen. Gut, momentan stapfen Iunia und Tanais noch gemeinsam durch die Pontinischen Sümpfe, werden von Mücken aufgefressen und haben sich nicht allzu viel zu sagen, aber da wird sich ganz sicher was tun. Iunia träumt ja schon von dem durchaus charmanten Barbaren. Na gut, soll sie.
Die einzige Sorge, die sie mir bereitet, ist, dass sie sich gar nicht so recht so benimmt, wie ich sie mal geplottet habe. Sie ist eher bissig und direkt als still. Sie jammert über die Lauferei statt still zu leiden. Und momentan entwickelt sie eine absolut ungeplante und nicht sehr gesunde Tendenz, sich auszuhungern. Magersüchtige kleine Römerin. Ich meine, ja, sie hat Schlimmes erlebt, aber dass sie gleich so reagiert? Ich hätte sie für psychisch stabiler gehalten.
Tanais dagegen ist gewünscht unbekümmert, charmant und ein bisschen naiv. Aber insgesamt eben sehr knuffig (ähnlich dem Rotkehlchen, das gerade vor meinem Fenster sitzt. Ist das süüüüüüüß! *räusper* Zurück zum Thema.).
Was mir auch noch nie passiert ist: ich schreibe recht konsistent parallel an einem anderen Projekt. Eines, das nie veröffentlicht werden wird, das aber ungemein Spaß macht und einen alten Soldaten namens Kemp und seine psychopathische Tochter beinhaltet. Kemp ist ein typischer Charakter für mich. Liebenswert, verantwortungsbewusst, ein bisschen knurrig und irgendwie nicht besonders attraktiv. Ich muss aufpassen, dass er nicht zu Tuan aus “Ilkenland” mutiert … vielleicht sollte ich doch einmal ans Plotten denken, auch bei dem Buch, das ich nur zum Spaß schreibe.
Jetzt ist das Rotkehlchen weg. Ich glaube, das ist ein Zeichen, dass ich arbeiten sollte.
Ich bitte alle, die Sinnlosigkeit dieses Blogeintrags zu ignorieren und ihn als Statusbericht zu sehen.
Ach ja, ich habe den Arenawettbewerb nicht gewonnen. Bin aber nicht besonders enttäuscht. Es war einfach toll, dieses Buch zu schreiben.
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